Die „kleine Schwimmerin“ gehört zu einer Serie von Schwimmerinnen, an der ich seit 2008 arbeite. Inzwischen geht es dabei um Auflösung und Verwandlung, Arme werden zu Flossen, Flossen zu Wasser, Abgrenzungen werden unwichtig. 

Pflanzlichen Gewächsen gleich recken sich die lebensgroßen und überlebensgroßen Tonplastiken von Christine Hach dem Licht entgegen. In ihrer tänzerischen Anmutung verharren sie im Moment: Die Bewegung will die Künstlerin „auf den Punkt bringen“.

Hachs Arbeitsprozess beginnt mit intensivem Zeichnen. Darauf folgt ein Modell in Format 1:10, bevor es zur endgültigen Ausführung kommt. Der Oberfläche gibt die Bildhauerin Rauheit, lässt Arbeitsspuren bewusst stehen, so dass die Haut der Tonplastik Lebendigkeit erhält, d. h. den Eindruck von Verwitterung vermittelt und, so Christine Hach, „wie eine Birkenrinde“ wirkt.

Künstlerin: Christine Hach
Material: hochgebrannter Ton, Glasur
Abmessungen: 197 x 60 x 60 cm
Entstehung: 2019