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Vom 10. März bis 24. März 2013

Die Kommunale Galerie zeigt Arbeiten von:

Charlotte Keller - Stefan Plenkers - Wanda Pratschke

Mit den figurativ arbeitenden Bildhauerinnen Charlotte Keller und Wanda Pratschke sowie abstrakten Gemälden und Papierarbeiten des Malers Stefan Plenkers präsentiert das Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath einen Ausschnitt aus seinem Programm. Wanda Pratschke war bereits Teilnehmerin des Skulpturenparks in Mörfelden-Walldorf.

Charlotte Keller
Die Künstlerin wurde 1946 in Bad Buchau geboren. Sie arbeitete nach dem Studium bis 2001 als Gymnasiallehrerin für Englisch, Französisch und Kunst, bevor sie sich ganz der Kunst widmete. Nach vielen Kursen der Weiterbildung an Kunsthochschulen und Akademien in Pisa, Florenz, Trier, Mannheim, Berlin und Aix-en-Provence liegt der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf dem plastischen Arbeiten. Deutlich sind in ihren annähernd lebensgroßen Terrakotten die Einflüsse ihres Lehrers Robert Metzkes spürbar. Sie verfolgt ein ähnlich klassisches Ideal, gleichwohl sind ihre Figuren weniger stark typisiert: Als Modelle dienen Kinder aus der näheren Umgebung der Künstlerin. Die Oberfläche der Figuren färbt sie mit heller Engobe, was den Gesichtern eine geradezu ätherische Ausstrahlung gibt.

StefanPlenkers
Der 1945 geborene Stefan Plenkers studierte 1967–72 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Sein Interesse an der alten chinesischen Kalligraphie führte ihn erstmals 1988 nach China. Diese Reise markiert die endgültige Hinwendung zur Abstraktion. Die Begegnung mit der Kalligraphie bezeichnet er als „Offenbarung“. Durch dortige Beobachtungen entwickelte er in seinen Arbeiten ein bildnerisches System von Chiffren, die er in einen Farbraum-Kontext einbindet. Plenkers versucht eine Gratwanderung zwischen Assoziationsmöglichkeiten und reiner Bildsprache. Ebenso ist die Musik wichtige Inspirationsquelle.

Wanda Pratschke
Nach einer Tätigkeit als Bühnenbildnerin erhielt Wanda Pratschke (*1939) ihre Ausbildung an der Städelschule bei Willi Schmidt und in Salzburg bei Markus Lüpertz. Zahlreiche Werke stehen im öffentlichen Raum der Rhein-Main-Region: in den Wallanlagen in Frankfurt am Main die Arbeit „Große stehende Betty (1984), am Frankfurter Flughafen die „Schöne“, in Hofheim die „Große Liegende“, welche 1987 zur Eröffnung des Kreishauses erworben worden ist. Es sind meist ruhende, stehende, sitzende Figuren, denen die Aufmerksamkeit Wanda Pratschkes gilt. Kunstgeschichtliche Reminiszenzen wie Aristide Maillol, Henry Moore bis hin zu dem von Pratschke bevorzugten Hans Josephson, mit dem sie die Faszination an der Eigengesetzlichkeit des Modellierprozesses teilt, sind sichtbar, doch deutlich von einer Unabhängigkeit getragen. Die weibliche Gestalt ist das bevorzugte Motiv der Künstlerin, denn diese bietet die Möglichkeit, einzelnen Körperteilen eine sinnliche Präsenz zu geben. Form, Volumen, Raumbezüge sind Wanda Pratschkes Leitlinien. Dem lebenden Modell nach geformt, das sie zuerst zeichnend erspürt, entsteht die drei dimensionale Plastik durch Hinzufügen, Abschlagen und erneutes Hinzufügen der Modelliermasse.

Programm

Eröffnung am Sonntag, dem 10. März um 18:30 Uhr

Am Mittwoch, 20. März um 19:00 Uhr gibt es eine Lesung mit Brigitte Pons, Krimiautorin. Es spielt die Jazzcombo mit Y. Schiffner.

Finissage am Sonntag, dem 24. März um 18:30 Uhr
Musikalische Begleitung: Chubby Gardena and the Weedeaters

Veranstaltungsort und Öffnungszeiten

Die Kommunale Galerie befindet sich in Walldorf, Waldstraße 100. Die Galerie ist mittwochs, samstags und sonntags, jeweils von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Freier Eintritt

Informationen

Stadt Mörfelden-Walldorf
Sport- und Kulturamt
64546 Mörfelden-Walldorf
Telefon 06105-938 206
www.moerfelden-walldorf.de oder
www.kommunalegalerie.de