Die beiden aus 12 mm Stahlblech und in Lasertechnik hergestellten Arbeiten sind 170 cm hoch. Sie stellen Torsi dar, die aus der rostigen Grundform heraustreten und durch ihre rote und gelbe Lackierung mit der rostigen Oberfläche des Stahls kontrastieren. Durch dieses Vorgehen entsteht eine dreidimensionale Plastizität und erzeugt einen besonderen Reiz, wenn man dieses Werk von allen Seiten betrachtet. 

Gerhard Völkle arbeitet mit Metall, Holz, Acrylglas und Leinwand, dabei stellt er vorwiegend Menschen in Gruppen oder auch als Einzelperson dar. In seinen Bildern und Skulpturen richtet er sein Augenmerk besonders auf die Haltung und Bewegung des Körpers, die Gesichter spielen dabei eine untergeordnete Rolle. In seinen Werken aus Metall lässt er sich von der Insel Lanzarote inspirieren, wo die schroffe Landschaft mit Vulkangestein im Sonnenlicht herrliche rostrot-braune Farbtöne erzeugt. Die in Mörfelden-Walldorf ausgestellten Arbeiten sind aus der Serie "Coloured Oxidations". Für ihn bedeutet Rost nicht nur Vergänglichkeit und Verfall, er benutzt ihn als bildhauerische Oberfläche und erzielt durch ein eigens entwickeltes Rostverfahren geniale Effekte. 

"Karl und Otto" wurden bereits 2010 im 13. Skulpturenpark 2010 - "Park-Sichten" ausgestellt, bei dem Gerhard Völkle teilgenommen hat.

Titel: Karl und Otto
Künstler: Gerhard Völkle
Material: Stahblech, 12 mm
Abmessung: 170 cm hoch
Entstehung: 2009

Text und Fotos: Elke Behrens

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